Rechtsanwältin Monique Kretschmer

Arbeitsrechtliche Kündigung

Kündigung des Arbeitsverhältnisses:

Ein Arbeitgeber...
... hat bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses gewisse Formvorschriften zu beachten. In der Regel sind vor dem Ausspruch einer Kündigung Abmahnungen nötig. Ein Arbeitsverhältnis kann nur schriftlich beendet werden. Für das Schriftformerfordernis spielt es keine Rolle, ob der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer kündigt, ob ein Aufhebungsvertrag oder ein befristetes Arbeitsverhältnis geschlossen wird.
Fehlerhaft ausgesprochene Kündigungen enden für Arbeitgeber oftmals in einem unangenehmen und meist teurem Arbeitsgerichtsprozess.

Ein Arbeitnehmer...
... der eine Kündigung erhalten hat, kann nur innerhalb einer Frist von 3 Wochen sich gegen die Wirksamkeit Kündigung wehren. Nur innerhalb der 3 Wochen nach dem Erhalt der Kündigung ist die Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht zulässig. Danach kann eine Kündigung in der Regel nicht mehr angegriffen werden. Ein gekündigter Arbeitnehmer steht zudem vor dem Problem, dass eine Kündigungsschutzklage sowie eine anwaltliche Vertretung Geld kosten.

Sowohl für den Arbeitnehmer als auch den Arbeitgeber ist es finanziell bedeutend, ob eine fristlose Kündigung oder eine ordentliche Kündigung ausgesprochen werden kann oder durfte. Hier kann die vorherige bzw. sofortige Hinzuziehung eines Anwaltes kostengünstig sein und vor meist teuren Fehlentscheidungen schützen.

 

Betriebsbedingte Kündigung

Ein Arbeitnehmer kann unter bestimmten Voraussetzungen betriebsbedingt gekündigt werden.
Je nach Größe des Betriebes kann das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) zur Anwendung kommen. Findet das Kündigungsschutzgesetz Anwendung, muss ein betriebsbedingter Kündigungsgrund der Kündigung zugrunde liegen und die Auswahl des gekündigten Arbeitnehmers muss sozial gerechtfertigt sein. Sofern das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) nicht anwendbar ist, führen nur Formfehler, Sittenwidrigkeit oder ein Verstoß gegen Treu und Glauben zur Unwirksamkeit einer Kündigung.

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